Adolf IV.

um 1100 † nach 12.10.1161/65
Graf von Altena und Berg (1106-1160)

Sohn des Grafen Adolf III. von Berg und Hövel und der Adelheid von Kleve, Tochter von Graf Rütger II.

Adolf IV. wurde Graf von Berg, Hövel, im Deutzgau und Süderland um Bochum und Hamm. Er gewann die Gerichtsbarkeit im Raum Sieg-Ruhr, erwarb Plettenberg, Gummersbach und Velbert und wurde Vogt von Werden, Deutz, Cappenberg und 1118 von Dünnwald, von Siegburg, Gerresheim und Essen. Er war der Erbauer der Burg Berg bei Solingen und schuf die engen Bindungen der Grafen von Berg zu den Erzbischöfen von Köln, geriet trotzdem aus machtpolitischen Interessen in Westfalen gegen sie. Er unterstützte Kaiser Lothar III. und später die Staufer. Er gründete um 1133/34 das Kloster Altenberg, nahm am 2. Kreuzzug teil und zog sich letztlich als Mönch nach Altenberg zurück.

Lorenz Sönke (1995, S. 304)
"Staufer, Tübinger und andere Herrschaftsträger im Schönbuch"
in: Von Schwaben bis Jerusalem

Mit den Cappenbergern waren auch die Grafen von Berg verwandt, und Graf Adolf II. von Berg erhielt die Vogtei über das Stift. So ist es jedenfalls nicht mehr unvorstellbar, dass Graf Eberhard von Berg, Adolfs II. Bruder, über die Cappenberger - wie auch immer - in den Besitz von Dettenhausen im Schönbuch gelangen konnte, vermutlich zu dem alleinigen Zweck, um die Siedlung nebst Zubehör als fromme, dem Seelenheil dienende Stiftung an Hirsau zu übergeben.

oo Irmgard von Wasserburg, wohl Tochter des Liutpoldingers Graf Engelbert von Attel und Reichenhall

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